Stärkenorientierte Methoden in der Berufsfachschule I

(verfasst von unserer Kollegin Sabine Nehrbaß-Borg)

Stärken entdecken - erfassen - entwickeln

Wie werden Jugendliche befähigt, ihre eigenen Fähigkeiten zu erkennen und zu nutzen? Wie lernen sie, eigene Ziele und Werte zu verfolgen?

Wenn die Schule vermehrt den Fähigkeiten, Interessen und Wünschen der jungen Erwachsenen Aufmerksamkeit zukommen lässt, stärkt dies deren Selbstwertgefühl und den Leistungswillen, aktiv an ihren persönlichen und beruflichen Zielen zu arbeiten.

Tierpfleger, Friseur oder Anlagenmechaniker?

Die Berufsfachschule I ermöglicht durch verschiedene ganzheitliche Ansätze die intensive Auseinandersetzung mit den Vorstellungen und dem Können der Schüler. Im Mittelpunkt steht die konsequente Beschäftigung mit der Entwicklung und Nutzbarmachung der eigenen Stärken. Die Lernenden werden befähigt die eigenen Fähigkeiten zu reflektieren und in ihre persönlichen Planungen zu integrieren. Durch ein stärkenorientiertes Unterrichtskonzept, werden die Schüler in die Lage versetzt, ihrer privaten und beruflichen Zukunft eine Richtung zu geben.

Das eigene Pferd, Galileo Galilei oder Krav Maga?

Die Interessen der Schüler in den Berufsfachschulklassen I  sind sehr unterschiedlich. Das haben die Präsentationen der Schüler am Ende der Kompetenzwerkstatt gezeigt. Sie waren bunt und vielseitig. Mit viel Leidenschaft konnten die Protagonisten ihren Mitschülern die eigenen Hobbys und Vorlieben präsentieren. Plakatwände wurden aufwändig gestaltet, Power Point- Präsentationen erstellt. Das Interesse der Mitschüler war groß. Es wurden viele Rückfragen gestellt, die von den fachkundigen Vortragenden ausführlich beantwortet werden konnten. Das Erstaunen über die Stärken und Kompetenzen der Mitschüler förderte dabei merklich das eigene Selbstwertgefühl.